Im Jahr 2011 fanden aus Terminschwierigkeiten nur 3 Vorstandssitzungen
statt. Zur Jahreshauptversammlung am 25. März 2011 wurde satzungsgemäß
eingeladen. Es ist allerdings traurig und eigentlich auch nicht
nachvollziehbar, warum das Erscheinen der Mitglieder immer weniger wird. Man
hat manchmal den Eindruck, dass der Verein nur wichtig ist, wenn es darum
geht, Hilfe zu bekommen; sei es die Aufnahme oder Vermittlung eines Tieres,
Übernahme von Tierarztkosten u. a. mehr. Wir würden uns freuen, würde das
Interesse an der Tierhilfe wieder zunehmen. Es geht auch darum, sich an den
aktuellen Protestaktionen und Petitionen zu beteiligen. Dazu gibt es auf
unserer Homepage eine Extraseite – AKTUELL. Dort kann man reinschauen und
mitmachen. Wer gerne diese Dinge als Mail zugesandt bekommen möchte, kann
uns das kurz mit einer Mail wissen lassen.
Zu unserem Grillnachmittag am 14. August 2011 hatten wir die Mitglieder und
Tierfreunde schriftlich eingeladen. Es war ein gemütliches Beisammensein
trotz des wechselhaften Wetters. Es wurden viele interessante, auch
beratende Gespräche geführt.
Die Tiervermittlung war ziemlich schlecht. Es macht sich doch bemerkbar,
dass viele Menschen, die sich gerne ein Tier anschaffen möchten, dazu – auch
für die Unterhaltung des Tieres, kein Geld mehr haben. Andererseits macht
sich auch die Vermittlung von Auslandstieren stark bemerkbar, darunter
leidet dann die Vermittlung unserer heimischen Tiere. Diese sitzen dann u.
Umständen lange Zeit auf den Pflegeplätzen, wie TOM-TOM, NESSIE u. MINOU – 1
½ J. FRANZI u. FELIX, 2 J, NAHLA 9 Mon. Trotz der langen Wartezeit fanden
diese Tiere alle die richtigen Plätze.
An dieser Stelle möchten wir uns auch für die Unterstützung bei der
Vermittlung unserer Tiere bei dem Lahn- Dill Anzeiger und der Wetzlarer
Neuen Zeitung bedanken. Auf diesem Wege fanden etliche Tiere ein schönes,
neues Zuhause oder vermisste und Fundtiere ihre Besitzer wieder.
Insgesamt wurden vermittelt: 32 Katzen (davon 8 Fremdkatzen) 10 Hunde (davon
6 Fremdhunde), sonstige Tiere: 2 Vögel u. 5 Kaninchen.
Vermisste Katzen und Hunde wurden uns 42 Tiere gemeldet, davon kamen 14
zurück. Fundtiere gab es insgesamt 36 Tiere, 18 kamen zu den Besitzern
zurück.
Leider sagt nicht jeder Tierbesitzer Bescheid, wenn sein Tier wieder da ist.
Doch viele bedanken sich dann für unsere Mithilfe, sei es durch Ratschläge,
vor allem aber für unsere Bereitschaft – ob vermisste oder Fundtiere, diese
mit Bild und Text auf unserer Internetseite zu veröffentlichen oder auch,
wenn nötig mit Bild im LDA.
Im vergangenen Jahr konnten wir wieder viele Hunde- und Katzenbesitzer
finanziell bei Kastrationen und Behandlungen ihrer Tiere unterstützen. Es
waren 64 Katzenkastrationen; Behandlungen von Hunden und Katzen insgesamt 36
Tiere. Diese Kosten schlagen sich dann natürlich im jährlichen Kassenbericht
unter TIERARZTKOSTEN nieder.
Aber solange wir hier helfen können und Geld dafür vorhanden ist, tun wir es
gerne.
Was die Futterspenden betrifft, sieht es schlecht aus. Bis auf den
Globus-Handelshof ist niemand mehr bereit unsere Futterspender aufzustellen.
Einige private Spender halten uns jedoch die Treue, sodass wir denen, die es
nötig haben, immer noch „unter die Arme“ greifen können, auch wenn die
Spenden nicht mehr so üppig ausfallen.
Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an den Vorstand und die aktiven Helfer
für Ihre Mitarbeit und Unterstützung im Jahr 2011.
Sie wollen sich einen Hund anschaffen?? – dann sollten
SIE folgende DINGE beachten:
< Ist Ihr Hausbesitzer/Vermieter damit einverstanden??
Lassen Sie sich das Einverständnis schriftlich geben!
< Wünscht sich die ganze Familie einen Hund??
< Fühlen sich im Falle einer Anschaffung die nächsten
Nachbarn/Mitmieter gelegentliches Bellen nicht gestört??
< Haben Sie Zeit zum täglichen Spaziergang, Zeit, sich
genügend um den Hund zu kümmern??
< Können Sie Hundesteuer, Haftpflichtversicherung,
Tierarztkosten, Pensionskosten im Urlaub und die täglichen Futterkosten
bezahlen??
Das alles sollten Sie genau durchdenken und in der
Familie/mit dem Partner besprechen, denn:
Ein HUND ist ein
LEBEWESEN und keine SACHE, die man bei NICHTGEFALLEN einfach zurück- oder
fortgibt!!
Welcher Hund passt zu
Ihnen, in Ihre Wohnung, Ihr Haus? Ist genug Auslauffläche vorhanden?
Kleinere und ruhige Hunde passen eher in eine Etagenwohnung.
Muß der neue Hund viele Treppen
steigen/ gibt es in Mehrfamilienhäusern Aufzüge??
Wo können Sie Hunde bekommen? In jedem Tierheim warten
sowohl Mischlinge als auch Rassehunde auf ein liebevolles neues Zuhause.
Lassen Sie sich Zeit beim Aussuchen, hinterfragen Sie, woher das Tier
stammt. Sollten Sie einen Züchter aufsuchen (vor allem bei Welpen), fragen
Sie nach den Elterntieren. Lassen Sie sich diese zeigen, auch die Unterkunft
der Tiere. Schaffen Sie sich einen Hund per Annonce an, gelten die gleichen
Voraussetzungen wie beim Züchter.
WARNUNG vor HUNDEHÄNDLERN – unseriösen ZÜCHTERN!!
Fallen Sie nicht auf
verlockende Inserate bei Angeboten mehrerer Rassen (auch bei gesondert –
unter verschiedenen Tel.Nr.
bei gleicher Vorwahl – aufgeführten Rassen) herein. Hunde, nicht nur Welpen,
aus Massenzuchten haben häufig hohe Krankheitsanfälligkeit; der wirkliche
Impfschutz ist oft nicht nachprüfbar. In jedem Fall sollte das Tier direkt
Nach dem Kauf einem Tierarzt vorgestellt werden. Wohlklingende Namen auf
Ahnentafeln sind keine Garantie. Verlangen Sie den
Abschluß eines Kaufvertrages,
den Sie, bevor Sie unterschreiben, sorgfältig prüfen sollten.
Sollten Ihnen Mängel, schlechte Unterbringung,
schlechter Gesundheitszustand der Tiere auffallen, melden Sie sich:
Bitte opfern Sie uns 1 – 2 Minuten für ein paar Worte
über
Katzen
Der eine schätzt sie als fleißige Mäusefänger; der andere
kann ihnen nicht viel abgewinnen, hat mehr für Hunde übrig; der dritte ist
einfach fasziniert von seinem „Stubentiger“; aber nur ein Teil der
Bevölkerung weiß um das
große Problem dieser Tiere.
Mehrmals im Jahr kann eine Katze 3 – 8 Junge bekommen!!
Schon währen der Paarungszeit drohen Katern und Katzen
Infektionskrankheiten wie Leukose,
FIV oder
FIP, die oft zu einem langsamen
Tod führen. Auch wenn Mutter und Jungtiere die Geburt wohlbehalten
überleben, drohen ihnen viele Gefahren und sehr oft ein kurzes Leben durch
Hungertod, Erschlagen, Ertränken, Erschießen, Vergiften oder von Autos
überfahren.
Dabei gibt es eine einfache Lösung:
KASTRATION!!
Aus vielen Erfahrungen
können wir Ihnen versichern, daß
dieser Eingriff Ihre Katze, Ihren Kater in keiner Weise schädigt oder
belastet. Dass kastrierte Katzen keine Mäuse mehr fangen und ähnliche
Geschichten sind reine Ammenmärchen!
Die Tierhilfe Lahn – Dill
e.V. ist
seit Jahren bemüht, durch Kastration frei lebender Katzen, Aufklärungsarbeit
und praktische sowie finanzielle Hilfe einen Beitrag zur Eindämmung der
„Katzenflut“ zu leisten, Tieren unnötiges Leid zu ersparen und Tierquälern
das Handwerk zu legen.
Bitte helfen Sie uns dabei durch eine Spende!
Konto Nr. 78 47 79 11 BLZ:513 900 00 bei der
Volksbank Mittelhessen
HILFE - MEIN HUND, MEINE KATZE, KANINCHEN IST
ENTLAUFEN, DER VOGEL ENTFLOGEN! WAS KANN ICH TUN???
Sie als Tierbesitzer können eine ganze Menge machen,
nämlich:
rufen Sie uns an, schicken Sie uns per Post o. e-Mail ein
Foto Ihres Tieres. Informieren Sie sämtliche Tierschutzvereine, Tierärzte,
Polizeistationen in Ihrer Umgebung. Machen Sie sich Handzettel, mögl. mit
Bild, verteilen Sie diese an alle Nachbarn, hängen Sie in Geschäften und
Banken, an Bushaltestellen und Kindergärten auf. Fragen Sie den/die
Postboten/IN, den/die Zeitungsausträger/IN. Schauen Sie selbst in Gärten,
Gartenhäuschen, Scheunen nach, bitten die Nachbarn, ihre Keller, Garagen
usw. zu öffnen. Fragen Sie nach, ob jemand weggezogen oder neu zugezogen
ist; Katzen sind sehr neugierig und steigen auch in fremde Autos, ebenso
Hunde, die gerne Auto fahren oder sich mit Futter anlocken lassen. Haben Sie
den Eindruck, Ihr Tier sei entwendet worden, erstatten Sie Anzeige bei der
örtl. Polizei wegen
Tierdiebstahl gegen Unbekannt.
Ist Ihr Tier tätowiert, hat einen
Microchip, informieren Sie
umgehend TASSO- Haustierregister für die BRD – Hattersheim, Tel. 06190/ 937
300 – Fax: 937 400 und das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes –
Bonn, Tel: 01805/23 14 14 .
Schalten Sie eine Suchanzeige in der
örtl. Presse, mögl.
weitreichend, Ihr Tier muss sich nicht unbedingt in der näheren Umgebung
aufhalten.
Alle diese Tipps gelten auch für entwischte Kaninchen,
entflogene Vögel (hier wäre die Ringnummer wichtig).
Eine Bitte an alle, die ein Tier finden, füttern o.
aufgenommen haben: denken Sie daran, diese Tiere haben evtl. einen
Besitzer/IN, die ihr Tier verzweifelt suchen, sich auch bei allen
angegebenen Stellen zu melden.
Wenn Sie noch mehr Information haben möchten, anrufen,
faxen oder ein Mail schicken an:
Bedrückende
Entdeckung: Steinquetschfallen galten in Italien als ausgestorben - im
Apennin wurden sie 2011 aber wieder gefunden (Dezember 2011)Steinquetschfallen
gehören zu den ältesten bekannten Fangmethoden für Singvögel. Eine Falle
besteht aus vier Steinen - Zentralstück ist eine etwa 3 bis 10 Kilogramm
schwere Kalksteinplatte. Sie wird mit einer sehr fragilen Konstruktion aus
kleinen Stöckchen aufgestellt und mit frischen Wacholderbeeren beködert.
Sobald ein Vogel an die leuchtend blauen Beeren gelangen will, berührt er
zwangsläufig eines der Stöckchen und wird unter der herabfallenden Platte
begraben und zerquetscht. Opfer dieser Fallen sind vor allem Drosseln,
aber auch Meisen, Rotkehlchen, Stare, Pieper und andere Singvögel.
Lange
Zeit galt das
französische Zentralmassiv als letztes Gebiet, in dem diese brutale
Fangmethode noch angewendet wird und sogar entgegen EU-Recht noch erlaubt
ist (mehr dazu lesen Sie
hier). In den letzten Jahren gab es nur wenige Meldungen von Mallorca,
aus Venezien und Apulien, wo die steinzeitlichen Fallen gefunden worden
waren - alles in allem sah es nach Einzelfällen aus. Die einst weit
verbreiteten Steinquetschfallen schienen praktisch ausgestorben und bis
auf das "Restvorkommen" im Süden Frankreichs kein nennenswertes Problem.
Das hat sich nun leider geändert!
Zerquetscht:
Wacholderdrossel in italienischer Steinquetschfalle (Dezember 2011)Im
Jahr 2010 erhielten Komitee-Mitarbeiter einen Hinweis auf
Steinquetschfallen aus dem Nordwesten des Apennins nördlich der Hafenstadt
Genua. Eine Tiefreundin hatte hier über längere Zeit diese illegalen
Fanggeräte gefunden und immer wieder zerstört. Um der Sache nachzugehen,
hat das Komitee im Sommer 2011 eine Fahrt in den Ligurischen Apennin
unternommen und mehrere Tage lang nach den steinernen Instrumenten
gesucht. Die Fangzeit ist der Winter, aber die Fallen sind schwer und
bleiben deswegen das ganze Jahr über an Ort und Stelle. Tatsächlich
konnten im Juni 2011 sieben inaktive Steinquetschfallen gefunden werden.
Die Stelle blieb für weitere Recherchen unberührt.
Vom 20. bis 23.12.2011 fand dann ein erster Einsatz des Komitees im
Apennin statt. Das hauptsächliche Ziel der Aktion war es, aktive Fallen zu
finden und das Ausmaß des Problems zu erkunden. Die deutschen und
italienischen Komitee-Mitarbeiter mussten ganze Berghänge absuchen, um
erst einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, mit welchem System und in
welchem Habitat diese Fallen aufgestellt werden. Als klar war, wo genau
man suchen musste, wurden die Vogelschützer auch schnell fündig: Das
Resultat war schlimmer als befürchtet - in einem eng begrenzten Gebiet
konnten insgesamt 82 der verbotenen Steinquetschfallen gefunden werden -
allesamt aktiv und frisch mit Wacholderbeeren beködert.
Der Fangplatz wurde am 23.12.2011 dem Umweltdezernat der zuständigen
Provinzpolizei gemeldet. Nach mehreren erfolglosen Versuchen gelang ein
Einsatz der Polizei am 17.01.2012: Die Beamten hatten sich an einer Falle
auf die Lauer gelegt und nach mehr als 8 Stunden des Wartens den
65jährigen Wilderer überführt - etwa 200 der illegalen Fanggeräte wurden
gefunden. Insgesamt sechs Polizisten waren nötig, um die schweren
Steinfallen mit Hämmern zu zerstören. Bei einer umgehend durchgeführten
Hausdurchsuchung konnten in der Tiefkühltruhe des Wilderers mehr als 100
geschützte und bereits gerupfte Vögel gefunden werden, ebenso
Drahtschlingen zum Fang von Wildschweinen und illegale Jagdmunition. Den
Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Wilderei und Tierquälerei und eine
saftige Geldstrafe!
Noch im Spätwinter oder Frühling 2012 wird ein weiterer Einsatz folgen,
bei dem weitere Fangplätze gesucht werden sollen. Es steht zu befürchten,
dass der Vogelfang mit Steinquetschfallen an vielen anderen Stellen in den
Bergen nördlich von Genua "überlebt" hat.
Newsletter
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Wenn nichts mehr dazwischen kommt, steht die Einführung der
Tierschutz-Verbandsklage in Nordrhein-Westfalen kurz bevor. Das Gesetz soll
Anfang 2012 verabschiedet werden. Am 30.November findet noch eine Anhörung
im Umweltausschuss statt, zu der auch der Bundesverband Menschen für
Tierrechte eingeladen ist.
Bitte unterschreiben Sie unsere
Petition!
Was die Einführung des wichtigen Klagerechtes jetzt noch gefährden
könnte, ist die massive Lobbyarbeit der Gegner. Um der Landesregierung jetzt
den Rücken zu stärken, haben wir eine Online-Petition eingerichtet, in der
wir die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage fordern. Die gesammelten
Unterschriften dieser Petition werden wir rechtzeitig im Vorfeld der
Abstimmung an den zuständigen Minister übergeben.
In den Briefen der Gegnern an die Ministerpräsidentin wird viel
Unzutreffendes über die Tierschutz-Verbandsklage verbreitet. Dies lies der
Bundesverband nicht unkommentiert und schickte seine Stellungnahmen zu
diesen Schreiben an die Ministerpräsidentin, die Wissenschaftsministerin,
den Umweltminister sowie an die Mitglieder des Umweltausschusses. Auch die
Absender selbst erhielten unsere Stellungnahme.
Die Stellungnahmen des Bundesverbandes zu den Schreiben der Gesellschaft
für Versuchstierkunde und den Tierärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe
können Sie sich hier einsehen sowie herunterladen:
www.tierrechte.de
Menschen für Tierrechte – Bundesverband
der Tierversuchsgegner e.V.
Roermonder Str. 4a, 52072 Aachen
Internet: http://www.tierrechte.de/
Kontakt: Pressestelle – Stephanie Elsner
Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail:
elsner@tierrechte.de
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte
setzt sich auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die
Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte ein. Als Dachverband sind
ihm etwa 100 Vereine sowie persönliche Fördermitglieder angeschlossen. Seit
seiner Gründung ist er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig
anerkannt.
Hinweis: Dies ist eine
Multipart-Nachricht, die aus einem HTML- und einem Klartextteil besteht.
Wenn Sie E-Mails lieber im reinen Textformat lesen, richten Sie Ihr
E-Mail-Programm bitte so ein, dass der Klartextteil präferiert wird .
Die
Großwildjagd auf gefährdete Tierarten ist ein skrupelloses Geschäft: Für
30.-40.000 € bieten deutsche Jagdreiseveranstalter den Abschuss von Eisbären
in Kanada an. Der König der Arktis wird degradiert zum Schießobjekt mit
Seltenheitswert. Mehr als die Hälfte der kanadischen Eisbärbestände sind
bereits rückläufig. Klimawandel, Trophäenjagd und Fellhandel bedrohen das
Überleben des Eisbären.
Das können Sie dagegen tun: Protestieren Sie jetzt bei den
deutschen Unternehmen Westfalia-Jagdreisen, Blaser-Safaris, Dr.Lechner
Profi-Jagdreisen und Versch Jagdreisen gegen die gewissenlose
Eisbärjagd! Und nicht vergessen: Teilen Sie die Protestaktion im Web und
leiten Sie unsere Aktion an alle Freunde und Bekannte weiter. Jede Stimme
zählt!
Bereits 9 Fälle im Jahr 2011 – 79 Vögel tot
geborgen
Komiteemitarbeiter
mit einem in Rheinstetten aufgefundenen Mäusebussard
Die Zahl der Meldungen über illegale Greifvogelverfolgung
steigt immer weiter an. Alleine in den ersten drei Wochen des Jahres 2011 wurden
aus NRW neun Fälle mit 52 toten Vögel bekannt – mehr als im ganzen ersten
Halbjahr 2010! Dazu kommt ein dramatischer Fall aus Baden-Württemberg mit 28
getöteten Greifvögeln, in Belgien sind weitere 27 Mäusebussarde vergiftet
aufgefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaften ermitteln auf Hochtouren.
Die Fälle im Einzelnen:
Vettweiß (NRW)
Zwischen dem 1. und 7. Januar wurden östlich von Vettweiß
(Kreis Düren) von Spaziergängern, Polizei und Komitee-Mitarbeitern insgesamt 9
mutmaßlich vergiftete Mäusebussarde samt Köder und ein toter Habicht entdeckt.
Wenig südlich davon waren bereits in den Jahren 2007 bis 2009 mehr als 80
vergiftete Greifvögel gefunden worden. Mehr dazu lesen Sie
hier.
Minden-Rahden (NRW)
In Rahden
(Kreis Minden-Lübbecke) wurde Anfang Januar ein geschossener Turmfalke gefunden.
Ochtrup (NRW)
Im münsterländischen
Ochtrup (Kreis Steinfurt) wurden zwischen dem 8. und 12. Januar an verschiedenen
Stellen insgesamt 8 Mäusebussarde mit Verdacht auf Vergiftung gefunden. Ein Tier
konnte lebend geborgen werden, verstarb aber kurz darauf.
Geilenkirchen-Kogenbroich
(NRW)
Bei der Kontrolle eines verdächtigen Jagdreviers in
Gelenkirchen (Kreis Heinsberg)
haben Komitee-Mitarbeiter am 9. Januar 12 mutmaßlich vergiftete Mäusebussarde
gefunden. Unweit entfernt lag ein geschossener Habicht. In dem Gebiet waren
schon oft illegal getötete Greifvögel entdeckt worden.
Deutsch-Niederländisches Grenzgebiet
Im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet nördlich von
Aachen wurde am 10. und 11. Januar beidseits der Grenze insgesamt ein Dutzend
toter Mäusebussarde gefunden – die niederländischen Behörden ermitteln.
Rheinstetten(Ba.-Wü.)
In Rheinstetten-Mörsch
(Baden-Württemberg) fanden Komiteemitarbeiter und Landschaftswärter zwischen dem
12. und 18. Januar in der Rheinaue insgesamt 26 vergiftete Mäusebussarde und 2
Habichte. Einen Zeitungsartikel in den KA-News
gibt es hier
hier)
Herne (NRW)
In Herne im Ruhrgebiet wurde Mitte Januar ein vermutlich
erschlagener Habicht entdeckt. Die Analysen der Gerichtsmedizin dauern noch an.
Gütersloh (NRW)
Im Kreis Gütersloh wurde am 16. Januar ein mit Schrot
geschossener Wanderfalke gefunden und in eine Pflegestation eingeliefert. Das
Tier zeigte zusätzlich Spuren illegaler Haltung.
Hasselt (Belgien)
Mitte Januar stellte die Polizei innerhalb weniger Tage in
Belgisch-Limburg 27 tote
Mäusebussarde und Giftköder sicher.
Euskirchen-Wisskirchen (NRW)
Im rheinischen Wisskirchen (Kreis Euskirchen) wurden am
17. Januar 6 tote Mäusebussarde gefunden – unweit der Fundstelle waren im August
2010 von Komitee-Mitarbeitern bereits 4 vergiftete Rotmilane entdeckt worden.
Erst kurz vor dem Jahreswechsel war im Rhein-Sieg-Kreis
(NRW) ein erschlagener Habicht gefunden worden, im Weimarer Land (Thüringen)
musste ein Habicht getötet werden, weil er von einer illegal aufgestellten
Schlagfalle schwer verletzt worden war (einen Zeitungsartikel aus der Thüringer
Allgemeinen zu diesem Fall finden Sie
hier)
Einen weiteren aktuellen Artikel aus der Rheinischen Post
zum Thema Greifvogelverfolgung in NRW finden Sie
hier).
Wichtig: Wenn Sie für Ihr
Unternehmen oder Ihre Organisation
unterzeichnen möchten, dann senden Sie uns
bitte eine kurze
Email mit Ihrem Logo im Anhang.
Herzlichen Dank!
Erklärung gegen das Klonen von Tieren
zur Lebensmittelerzeugung
Wir, die Unterzeichner, wenden uns
hiermit gegen das Klonen von Tieren zur
Lebensmittelerzeugung. Wir lehnen die
Klontechnik als Verbraucher ebenso ab wie
aus Gründen des Tierschutzes.
Wir wollen nicht, dass Produkte von
Klontieren und deren Nachkommen in unsere
Lebensmittelkette gelangen und appellieren
an die EU so schnell wie möglich eine
Regelung vorzulegen, um
Klonen von Tieren für die
Lebensmittelerzeugung in der EU zu
verbieten
Die Einfuhr und den Handel von Sperma,
Eizellen und Embryonen ebenso zu
unterbinden wie die Einfuhr und den Handel
von Lebensmitteln, die von Klontieren und
deren Nachkommen stammen
Gemeinsame Pressemeldung
des Vereins Sächsicher Ornithologen (VSO) und des Komitees
gegen den Vogelmord
mit einer Aktualisierung vom 27.01.2012
Leipzig/Luckenwalde/Dormagen: Illegale
Greifvogelfallen entdeckt und sichergestellt - Polizei in drei
Bundesländern im Einsatz
Leipzig. Vogelschützer und Polizisten
haben am Wochenende in Leipzig eine illegale Fangvorrichtung
für geschützte Greifvögel entdeckt und abgebaut. Wie das
Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, handelte es sich dabei
um einen sog. Habichtfangkorb, der auf dem Dach eines
Taubenschlages in der Riesaer Straße angebracht war. Ein
aufmerksames Mitglied des Vereins Sächsischer Ornithologen (VSO)
hatte die Falle am Freitag entdeckt und das auf solche Fälle
spezialisierte Komitee verständigt.
Polizei
im Garten des Taubenhalters„Wer mit solchen
Fallen Greifvögeln nachstellt, begeht eine Straftat nach dem
Bundesnaturschutzgesetz“ so Komitee-Vorstandsmitglied David
Conlin. Um Habichte und andere Greifvögel in die Falle zu
locken, hatte der Täter eine tote Zuchttaube in die
Fangvorrichtung gelegt. Conlin: „Die Falle war beködert und
aktiviert. Wir haben deshalb am Samstagmorgen bei der Polizei
angerufen und Strafanzeige erstattet“. Ein Anruf mit Wirkung -
kaum eine halbe Stunde später war ein Streifenwagen vor Ort,
dessen Besatzung die illegale Falle sicherstellte und ein
Strafverfahren gegen Unbekannt einleitete. Im Visier der
Polizei steht jetzt der Besitzer der Taubenzucht. Ihm drohen
laut Bundesnaturschutzgesetz bis zu fünf Jahre Haft. Habichte
gehören zu den vom Gesetzgeber streng geschützten Tierarten.
Der Bestand dieser Vogelart hat nach Angaben des Komitees in
manchen Bereichen Deutschlands und auch in Sachsen in den
letzten Jahren stark abgenommen. Ein Grund dafür sind illegale
Verfolgungen durch Taubenzüchter und Jäger, die in den
seltenen Greifvögeln unliebsame Konkurrenten sehen.
Auch in Sachsen werden laut Komitee gegen den Vogelmord
immer wieder Fälle von illegalen Nachstellungen bekannt. Nach
Angaben des polizeilichen Auskunftssystems Sachsen (PASS) zu
Straftaten nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind in den Jahren
2006 bis 2011 insgesamt 10 Fälle bekannt geworden, bei denen
Greifvögel gefangen, vergiftet oder abgeschossen wurden. Unter
anderem wurden im Jahr 2011 bei Meißen und Schöneck zwei
Greifvogelfallen sichergestellt. Weitere Fälle betrafen das
Fällen belegter Nestbäume von Seeadler und Sperber im Jahr
2010 sowie den Abschuss eines Rotmilans und eines Sakerfalken.
Der
sichergestellte Fangkorb aus LeipzigLaut Verein
Sächsischer Ornithologen handelt es sich bei diesen bekannt
gewordenen Fällen nur um die Spitze des Eisbergs. „Die
illegale Greifvogelverfolgung ist ein Fakt mit einer hohen
Dunkelziffer“, weiß VSO-Geschäftsführer Hartmut Meyer. Der
Vogelkundler ruft deshalb alle Freunde der heimischen
Vogelwelt und Zeugen zur Meldung verdächtiger Fallen und toter
Greifvögel auf. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich
direkt mit der Polizei oder mit David Conlin vom Komitee
www.komitee.de oder mit dem VSO www.vso-web.de in Verbindung
zu setzen.
Aktualisierung vom 27.01.2012:
Habichtfallen auch in Brandenburg und
Nordrhein-Westfalen
Fangkorb
auf dem Dach einer Ziervogelvoliere in LuckenwaldeAm
26.01.2012 hat die Polizei einen Habichtfangkorb auf einem
Flugplatz bei Luckenwalde (Brandenburg) sichergestellt. Das
illegale Fanggerät stand auf einer Voliere für Ziervögel und
war dem Komitee gegen den Vogelmord von einem Besucher eines
nahgelegenen Restaurants gemeldet worden. Der stellvertretende
Vorsitzende des Komitees, Thomas Hellwig, hat die Angaben des
Informanten vor Ort geprüft und die Beamten gerufen.
Einen weiteren Habichtfangkorb fand ein Komitee-Mitarbeiter
nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am 27.01.2012 im
nordrhein-Westfälischen Dormagen (bei Köln). Der mutmaßliche
Täter ist Taubenzüchter - die Falle stand direkt an einem
Taubenschlag auf einem eingezäunten Grundstück. Auch hier hat
die Polizei das Gerät sichergestellt und ein Strafverfahren
eingeleitet.
V.i.S.d.P/Rückfragen/Bildmaterial (HD, Fotos):
Axel Hirschfeld, Komitee gegen den Vogelmord, An der Ziegelei
8, 53127 Bonn, Tel.: 0228/665521 oder 01794803805 sowie
Hartmut Meyer, Verein Sächsischer Ornithologen e.V., Postfach
1129, 09331 Hohenstein-Ernstthal, Tel.: 03723/44210, Fax -
44211.
Termine Patentreffen 2012 und Zuwendungsbestätigung
Absender:
"Schutzengel für Tiere e.V." <schutzengel-fuer-tiere@t-online.de>
Empfänger:
<schutzengel-fuer-tiere@web.de>
Datum:
25.
Jan 2012 15:52
--
Schutzengel für Tiere e.V.
Tel.: 02761-979178
www.schutzengel-fuer-tiere.de
Bankverbindung für Spenden:
Kontoinhaber: Schutzengel für Tiere e.V.
Konto 100 560 891
Umweltbank Nürnberg
BLZ 760 350 00
Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.
Spenden sind steuerlich absetzbar.
Liebe Patin, lieber Pate, liebe Freunde von Schutzengel
für Tiere e.V.,
wenn Sie in 2011 etwas an uns gespendet haben, erhalten
Sie in diesen Tagen die Zuwendungsbestätigung für Ihre Steuererklärung.
Bitte nicht darüber wundern, dass diesmal die Termine für
die diesjährigen Patentreffen nicht beigefügt sind - wir können sie aus
organisatorischen Gründen dieses Jahr erst im Februar festlegen.
m Sinne der Kostenersparnis bekommen alle Paten, die dem
Postversand per eMail zugestimmt hatten, die Patentreffen-Termine dann auch per
Mail.
Für Ihre Unterstützung vielen Dank!
Und hier noch Aktuelles aus der Pflegestelle Simmern:
Das neue Jahr hat kaum angefangen, da waren unsere
Betreuer dort schon wieder fleißig:
Denn die Ziegenböcke benahmen sich rüpelig gegenüber den
Ziegenmädchen und verjagten sie vom Heu. Prompf bekamen Hanni und Nanni einen
Schnupfen - kein Wunder bei diesem nasskalten Wetter!
Betreuer Christian hat sofort reagiert und einen Anbau
für die zweite Heuraufe erstellt.
Jetzt ist dort ein geschütztes "Damenkränzchen" möglich.
(In diesem Fall kein Kaffeekränzchen, sondern ein "Heukränzchen").
Auf dem Foto ist der Anbau noch nicht ganz fertig, er
wird noch rundrum verbrettert und Plexiglas eingesetzt.Da Christian netterweise
seine Arbeitskraft immer ehrenamtlich einsetzt, halten sich die Kosten
glücklicherweise in Grenzen. Vielen Dank dafür!
Für heute herzliche Grüße aus dem Sauerland
Petra Kandzia
Petra Kandzia
1.Vorsitzende
Schutzengel für Tiere e.V.
Zipperlingssiepen 7
57489 Drolshagen
Grünfink
besucht Futterknödel Mit dem Winter beginnt für unsere
heimischen Vögel, die nicht den gefährlichen Weg nach Südeuropa und
Afrika angetreten haben, oft eine harte Zeit. Beerenreiche Hecken,
Brachen mit Disteln und mit Fallobst übersäte alte Obstwiesen sind aus
unserer Landschaft vielfach verschwunden. Die natürlichen
Nahrungsquellen versiegen früh. Die Vögel unserer Städte und Dörfer
suchen in sauber geharkten Gärten, auf asphaltierten Straßen und
Plätzen meist vergeblich nach Nahrung.
Futter, vom Menschen ausgelegt, stellt vor allem bei länger
anhaltender Eis- und Schneedecke oft für viele Vögel die einzige
Nahrungsquelle dar. Doch nicht nur dieser Tierschutzaspekt spricht für
eine maßvolle und fachgerechte Winterfütterung. Kinder und Erwachsene
werden gleichermaßen durch das tägliche Erlebnis „Futterhaus“, der
Beobachtung verschiedener Vogelarten aus nächster Nähe und ihrer
individuellen Verhaltenweisen, früh an die Natur herangeführt –
besonders in der Stadt ein ansonsten seltenes Vergnügen. Auf diesen
Seiten finden Sie Ideen und Hinweise für eine tierschutzgerechte
Winterfütterung, die den Ansprüchen der Vögel gerecht wird.
tierschutzwatch.de –
Menschen für Tierrechte eröffnen erste Website für Tierschutzpolitik
Mit dem heute gestarteten Internetportal
www.tierschutzwatch.de bietet der
Bundesverband Menschen für Tierrechte eine bislang einzigartige Plattform
an: Politiker auf Bundes-, Landes- sowie kommunaler Ebene können dort ihre
parlamentarischen Aktivitäten im Bereich des Tierschutzes und der Tierrechte
herausstellen. Tierschutzpolitische Initiativen und Vorgänge in Deutschland
sowie auch in der EU werden präsentiert.
Gesetzentwürfe, Bundesratsinitiativen,
sogenannte Große oder Kleine
Anfragen, Anträge, Beschlussvorlagen oder EU-Richtlinien – auf dem Portal
werden Entscheidungen und Initiativen zum Tierschutz aus allen
parlamentarischen Ebenen zusammengetragen und veröffentlicht. Der
Bundesverband will damit Transparenz schaffen, Wahlentscheidungen für die am
Tierschutz interessierten Bürger vereinfachen und schließlich den
Stellenwert des Tierschutzes in der Politik erhöhen.
„Bisher werden Politiker kurz vor den Wahlen zu ihrer
Tierschutzarbeit befragt. Das ist zu wenig. Mit
tierschutzwatch.de bieten wir erstmals eine
Möglichkeit an, die politischen Leistungen im Tierschutz kontinuierlich und
aktuell während der gesamten Legislaturperiode darzustellen. Die Bürger
können dann genau sehen, ob Wahlversprechen eingehalten wurden, wer ihre
Stimme aus Sicht der Tiere verdient hat und wer nicht. Unsererseits ist dies
ein faires Angebot an die Politik, das dem Staatsziel Tierschutz und dem
Wertewandel in unserer Gesellschaft Rechnung trägt“, so Dr. Kurt Simons,
Vorsitzender des Verbandes.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte appelliert
an alle Politiker, ihre parlamentarischen Tierschutzaktivitäten auf der
Website einstellen zu lassen. Letztlich könne aber jeder, der Kenntnis von
einem Tierschutzvorgang in den Parlamenten habe, diesen der
Internettplattform zuleiten. Mit dieser Unterstützung werde die Website das
tierschutzpolitische Engagement einzelner Politiker sowie der Parteien
widerspiegeln. Vorgänge und Dokumente können einfach per E-Mail bekannt
gegeben werden an: tierschutzwatch@tierrechte.de
HTML-, TXT- und
PDF-Versionen dieser
Presseinformation bieten wir im Laufe des Tages auf unserer Website
www.tierrechte.de an.
Menschen für Tierrechte
– Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
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Internet:
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Kontakt: Pressestelle – Stephanie Elsner
Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail:
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Die folgende Email geht an den Geschäftsführer
des FSC
International, André de Freitas,
und den Botschafter von Südafrika in Berlin, Herrn
Sonwabo Funde.
Betreff: Keine Affenmorde auf
FSC-Plantagen!
Sehr geehrter Herr de Freitas,
sehr geehrter Herr Botschafter Funde,
mit Bestürzung habe ich von der massenhaften Tötung von Pavianen auf den
FSC-zertifizierten
Baumplantagen in Südafrika und der im Staatsbesitz befindlichen
Holzfirma Komatiland
gehört.
Seit Beginn des Jahres 2011 wurden bereits knapp 300 Paviane getötet.
Dafür sind vor allem Komatiland
und York Timbers
verantwortlich. Die Plantagen beider Firmen sind mit dem
FSC-Label
zertifiziert.
Die Pavian-Tötungen sollen Verbiss-Schäden an den Bäumen verhindern,
behaupten die Holzfirmen. Doch wissenschaftliche Studien in Südafrika
und Simbabwe dokumentieren, dass die Maßnahmen grausam und wirkungslos
sind.
Die industriellen Monokulturen sind grüne Wüsten, die ausschließlich
nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gemanagt werden. Sie werden auf
Land kultiviert, das vorher mit artenreicher Grasland- und
Buschvegetation bewachsen war.
Paviane ernähren sich vielseitig von Samen, Früchten, Blättern, Wurzeln,
Insekten und kleinen Wirbeltieren. Die Tiere fressen die Kiefernrinde
an, um an das austretende Harz zu gelangen, denn sie finden auf den
Plantagen nicht genug Nährstoffe.
Die
Kiefern und Eukalyptusbäume verursachen außerdem die Erosion der
ursprünglichen Humusschicht. Die Wasserspeicherkapazität der Böden wird
drastisch vermindert und das Klima durch den freigesetzten Kohlenstoff
angeheizt. Zusammen mit dem hohen Wasserverbrauch der exotischen Bäume
und der großen Feuergefahr werden auch die angrenzenden natürlichen
Lebensräume in vielerlei Hinsicht geschädigt einschließlich die
Wasserversorgung der lokalen Gemeinden.
Es ist generell unakzeptabel, dass der FSC
deren Zertifizierung als „verantwortungsvoll bewirtschaftete Wälder"
zulässt. Industrielle Monokulturen mit exotischen Kiefern und
Eukalyptusbäumen sind weder umweltfreundlich noch sozialverträglich.
Der FSC muss
unverzüglich aufhören, die industriellen Monokulturen mit seinem Label
zu zertifizieren.
Als Eigentümer von Komatiland
muss die südafrikanische Regierung die Tötung der Paviane sofort
stoppen. Die Pflanzungen müssen in naturnah bewirtschaftete Wälder und
das ursprüngliche Grasland umgewandelt werden. Plantagen sind keine
Wälder!
Bundesregierung plant Bagatellisierung von
Umweltstraftaten
Schwarze: „Freibrief für Vogelfänger und
Fallensteller“
Kritik an Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)
Berlin. Natur-
und Vogelschützer gehen auf die Barrikaden: Die Bundesregierung plant, wichtige
Strafvorschriften im deutschen Artenschutzrecht außer Kraft zu setzen.
Wie das Bonner Komitee gegen den
Vogelmord mitteilt, sollen zukünftig zahlreiche bisher strafbare Delikte wie
z.B. das Nachstellen oder Fangen von geschützten Vogelarten nur noch als
Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Dies sehe ein unter Federführung von
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) entwickelter
Entwurf eines „Strafrechtsänderungsgesetzes“
(Drucksache 17/5391 des Deutschen Bundestages *) vor, über den in den nächsten
Wochen im Parlament abgestimmt werden soll. Nach bisher gültigem Recht macht
sich strafbar, wer Exemplare einer streng geschützten Tierart fängt, tötet oder
ihnen auf andere Weise nachstellt. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung heißt
es, dass solche Delikte künftig nur noch dann als Straftat geahndet werden
können, wenn die Handlung eine nicht unerhebliche Menge der Exemplare betrifft
und „erhebliche Auswirkungen auf den Erhaltungszustand der Art hat“.
Der Nachweis der Auswirkung von Einzeltaten auf den
Erhaltungszustand einer Art ist in den meisten Fällen jedoch schlicht unmöglich.
„Wer dieses Gesetz zu verantworten hat, lebt entweder hinter dem Mond oder will
das Artenschutzrecht gezielt verwässern“, kritisiert Komiteevorsitzender Heinz
Schwarze. „Ohne Not werden weite Bereiche des Artenschutzvollzuges in
Deutschland praktisch lahm gelegt“.
Als Beispiel für die Herabstufungen führt das Komitee den
in Deutschland leider immer noch weit verbreiteten Fang geschützter Vogelarten
mit verbotenen Fallen an. „Das war bisher klipp und klar eine Straftat, und
diese Tatsache hat viele Täter abgeschreckt. Wenn der neue Gesetzesentwurf
verabschiedet wird, werden die meisten Fälle nur noch als Ordnungswidrigkeit
geahndet werden können“, so Komiteevorsitzender Heinz Schwarze. Ähnliches gilt
laut Komitee auch für Fälle von illegalen Vogelhandel sowie für das Zerstören
von Vogelnestern oder die gezielte Störung wichtiger Rast- und Brutplätze.
Entsprechende Bedenken hatte auch der Deutsche Bundesrat,
der in seiner 881. Sitzung am 18. März 2011 eine Streichung des im
Gesetzesentwurfes vorgeschlagenen Artikel 2 Nummer 4 § 71 Absatz 5 forderte.
Begründung: „Die im Gesetzentwurf vorgeschlagene Regelung ist abzulehnen, weil
sie für den Vollzug des Artenschutzrechts eine erhebliche Verschlechterung
gegenüber der bisherigen Rechtslage bedeutet. Durch die in § 71 Absatz 5
BNatSchG vorgesehene Einschränkung
werden die Möglichkeiten für strafrechtliche Sanktionen ohne erkennbare
sachliche Begründung eingeschränkt“. Die Bundesregierung sieht darin aber
offenbar kein Problem.
Um die geplante Bagatellisierung des
Artenschutzstrafrechts zu verhindern, ruft das Komitee alle Natur- und
Tierfreunde in Deutschland auf, bei der Bundesregierung gegen den vorliegenden
Gesetzesentwurf zu protestieren. Gleichzeitig hat das Komitee sowohl das
Bundeskanzleramt als auch die Fraktionen aller im Bundestag vertretenen Parteien
über seine Bedenken informiert und darum gebeten, den Gesetzesentwurf nicht zu
unterstützen.
Anmerkungen:
Mit dem geplanten Gesetz will die Bundesregierung die
Richtlinie 2008/99/EG über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt in
Deutschland umsetzen. Ziel der Richtlinie ist es, schwere Verstöße gegen
Umweltrecht in allen Mitgliedsländern unter Strafe zu stellen. Eine
Verabschiedung würde jedoch dazu führen, dass zahlreiche bisher in Deutschland
strafbare Artenschutzverstöße (zum Beispiel das Aufstellen von
Greifvogel-Fallen, der Fang und der Handel mit Singvögeln) zu
Ordnungswidrigkeiten herabgestuft werden.
Eine Synopse, in der die gültige Rechtslage und der
Gesetzesentwurf aneinander gegenübergestellt werden, können Sie hier
herunterladen: